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Molluscum Contagiosum / Dellwarzen – Symptome und Therapie

Das Molluscum Contagiosum hat viele Synonyme: Dellwarze, Epithelioma Molluscum, Epithelioma Contagiosum, Molluske. Sie alle beschreiben eine knötchenartige Hautveränderung, die durch eine Infektion mit dem Molluscum Contagiosum-Virus ausgelöst wird. Weltweit tragen zwei bis acht Prozent aller Menschen das Virus in sich, das sich auch auf sexuellem Wege verbreitet. Dieser Artikel geht auf die Ursachen, die Symptome und mögliche Therapieformen zur Behandlung von Molluscum Contagiosum ein.

Molluscum Contagiosum – die Warze, die keine ist

Der Begriff "Dellwarze", die am häufigsten verwendete Bezeichnung für Molluscum Contagiosum in Deutschland, ist im Grunde genommen irreführend. Streng betrachtet werden nämlich Mollusken nicht zu den Warzen gezählt. Warzen werden durch humane Papillomaviren ausgelöst, während es bei Molluscum Contagiosum vielmehr das Molluscum-Contagiosum-Virus ist, das für die Hauterscheinung verantwortlich ist und zur Familie der Pockenviren gehört. Vermutlich war es das Aussehen der zwei bis sechs Millimeter großen Knötchen, die den Dellwarzen zu ihrem Namen verholfen hat. Zwar ist die Oberfläche glatt und in vielen Fällen sogar glänzend, in der Mitte aber haben sie meist eine Delle, in er sich eine kleine Öffnung befindet. 

Gesundheitsexperten schätzen, dass weltweit etwa zwei bis acht Prozent der Bevölkerung das Virus in sich tragen. Dabei sind Regionen mit einer hohen Bevölkerungsdichte, Armut und einem niedrigen Hygienestandard deutlich stärker betroffen. Dellwarzen treten vor allem bei Kindern und jungen Erwachsenen auf, aber auch ältere Erwachsene sind gegen Molluscum Contagiosum nicht immun.

Die gute Nachricht: Mollusken sind für den Menschen nicht gefährlich, können von Ärzten einfach diagnostiziert werden und bilden sich nach einigen Monaten in aller Regel von selbst wieder zurück.

Was sind Dellwarzen?

Dellwarzen können vereinzelt oder in Gruppen aufreten und zeigen sich bei Kindern und jungen Erwachsenen vor allem im Gesicht, am Oberkörper, den Armen, Händen und Fingern. Bei älteren Erwachsenen ist vorrangig der Genitalbereich betroffen. Die Mollusken sind stecknadelkopf- bis erbengroß, bilden eine Halbkugel und fühlen sich hart an. Die Oberfläche kann transparent glänzend, hautfarben, aber auch rot oder weiß sein. Dellwarzen können einen leichten Juckreiz auslösen, der aber nach kurzer Zeit wieder nachlässt.

Die Mollusken sind prall gefüllt mit einer weißlichen, dickflüssigen Substanz, die sich auf Druck über die winzige Öffnung im Zentrum der Delle entleert. Diese Substanz ist hochansteckend, wie der lateinische Begriff Contagiosum (ansteckend, infektiös) unschwer vermuten lässt. Das Virus überträgt sich durch Hautkontakt und dringt über die geschädigte Haut in die sogenannte Epidermis, die obere Hautschicht ein. Innerhalb der einzelnen Hautzellen kommt es dann zur Vermehrung des Virus, wodurch sich diese vergrößern, wuchern und so schließlich die Warzenform ausbilden.

Oft sind es die Betroffenen selber, die unbewusst die Ausbreitung der Dellwarzen begünstigen. Durch Kratzen entleeren sich die Mollusken unbemerkt, wodurch die enthaltenen Viren auf die umliegenden Bereiche übertragen werden. Da die Haut durch das Kratzen unmerklich beschädigt wurden, stehen dem Virus im wahrsten Sinne des Wortes alle Türen zur oberen Hautschicht offen.

Risikogruppen von Dellwarzen

Zur größten Risikogruppe zählen Menschen, deren Hautbarriere geschädigt ist. Leidet ein Mensch beispielsweise an Neurodermitis oder setzt seine Haut übermäßig häufig und lange Wasserkontakt aus, hat das Virus leichtes Spiel, in die obere Hautschicht einzudringen. Besonders aggressiv geht das Molluscum Contagiosum-Virus bei Menschen vor, deren Immunsystem geschwächt ist. Patienten mit einer HIV-Infektion, Tumor-Patienten oder Menschen, die Immunsuppressiva nehmen, leiden unter einer großen Anzahl von Dellwarzen, wobei die einzelnen Bereiche oft ineinander übergehen. 

Dellwarzen sind in der Regel wenig sozial und treten eher als Einzelgänger auf. Eine Übertragung auf das umliegende Umfeld oder an andere Körperstellen kann nur erfolgen, wenn das Molluskum durch Druck oder Kratzen entleert wurde. Bleibt dieser mechanische Einfluss aus und wird der ansteckende Inhalt nicht verteilt, ist es oft nur eine Warze, die sich zeigt.

Behandlung von Dellwarzen

Eine Behandlung von Dellwarzen ist im Grunde genommen unnötig, da sich die Hauterscheinungen in den allermeisten Fällen nach wenigen Monaten von alleine zurückbilden. Allerdings raten Exerten immer öfter dazu, Mollusken zu entfernen, um die Verbreitung am eigenen Körper oder die Übertragung auf andere Menschen zu verhindern. 

Zur Entfernung des Molluscum Contagiosum haben Hautärzte die Wahl zwischen verschiedenen Methoden. So können die Dellwarzen mit einem sogenannten scharfen Löffel abgeschabt, mit flüssigem Stickstoff vereist oder mit einer Lösung behandelt werden, die stark verdünntes Kaliumhydroxid enthält.

Alle Methoden sind schmerzfrei. Bei Kindern tragen Hautärzte aber zusätzlich noch eine betäubende Salbe auf die betroffene Stelle auf, bevor die Warze mit dem scharfen Löffel entfernt wird.

So kann man sich vor Dellwarzen schützen

Grundsätzlich sollte man es vermeiden, mit Dellwarzen in Kontakt zu kommen. Nur ein Hautarzt darf die Mollusken entleeren. Auf keinen Fall sollte man selbst daran herumdrücken und auch die Dellwarzen am Körper von anderen Menschen sind Tabu. Daher ist es in Familien mit Kindern und auch in der Partnerschaft wichtig, Dellwarzen sofort behandeln zu lassen, um eine Ausbreitung der Viren zu verhindern.

Betroffene sollten besonders auf Hygiene achten und beispielsweise Waschlappen, Handtücher oder Bademäntel nicht mit anderen Menschen teilen. Menschen mit einer geschädigten Haut, Neurodermitiker beispielsweise, sollten ihre Haut mit einer fetthaltigen Lotion pflegen, um die natürliche Schutzbarriere gegen das Virus zu stabilisieren.