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Lungenhochdruck - Ursachen, Symptome und Therapieformen

 

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Pulmonale Hypertonie kann lebensgefährlich sein. Unbehandelt führt sie unweigerlich zum Herzversagen. Allerdings gibt es heute wirksame Medikamente gegen den Lungenhochdruck. Unter anderem setzen Mediziner den Wirkstoff Sildenafil ein, der bereits als Viagra auf dem Markt ist.

 

Pulmonale Hypertonie - unbehandelt droht Lebensgefahr

Inhaltsübersicht

  • Was ist eine pulmonale Hypertonie und welche Formen gibt es?
  • Was sind die Symptome einer pulmonalen Hypertonie?
  • Was sind die Ursachen?
  • Wie kommt man zu einer Diagnose?
  • Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
     
Was ist eine pulmonale Hypertonie?

Bei der pulmonalen Hypertonie handelt es sich um eine Erkrankung, bei der die Blutgefäße in der Lunge verengt sind. Dadurch erhöht sich der Blutdruck im Lungenkreislauf, weswegen man auch von Lungenhochdruck spricht. Der Lungenkreislauf, den man auch kleinen Kreislauf nennt, ist der Blutkreislauf, der vom Herzen zur Lunge und wieder zurückführt. Dabei wird Blut von der rechten Herzkammer in die Lunge gepumpt, die es über die rechte und linke Lungenarterie mit Sauerstoff anreichert.

Sind die Arterien aufgrund einer pulmonalen Hypertonie verengt, erhöht sich der Widerstand in den Gefäßen und das sauerstoffreiche Blut kann nicht mehr wie gewohnt in die linke Herzkammer abfließen. Dadurch kommt es zunächst zu einer Sauerstoffunterversorgung und zu Durchblutungsstörungen in der Lunge. Wird eine pulmonale Hypertonie nicht behandelt, kommt es im schwersten Fall zum Herzversagen. Weltweit leiden etwas mehr als 1% der Menschen unter Lungenhochdruck. Dabei sind Menschen, die älter als 65 sind, in deutlich höherem Maße betroffen. 

Welche Formen des Lungenhochdrucks gibt es?

Der Begriff pulmonale Hypertonie fasst eigentlich mehrere Erkrankungen zusammen, die außer einem erhöhten Blutdruck im Lungenkreislauf oft nicht viel mit einander zu tun haben. Dabei kommt es gerade bei Lungenhochdruck auf eine exakte Diagnose an, da es für einige Formen der PH wirksame Therapien gibt, die bei anderen Formen nicht nur wirkungslos sind, sondern die Sache sogar noch verschlimmern.

Die Medizin unterscheidet heute zwischen einer primären und einer sekundären pulmonalen Hypertonie. Während es sich bei der sehr selten auftretenden primären PH um eine eigenständige Krankheit handelt, die beispielsweise vererbt sein kann, ist eine sekundäre pulmonale Hypertonie vielmehr die Folge einer chronischen Krankheit oder wurde durch ein bestimmtes Medikament oder Drogenkonsum verursacht. In diesem Fall gilt es, die Grunderkrankung so früh wie möglich auszumachen, um eine weitere Erhöhung des Lungendrucks zu vermeiden. 

Was sind die Symptome einer pulmonalen Hypertonie?

Die pulmonale Hypertonie ist nicht nur gefährlich, sie ist zudem auch noch heimtückisch. Im Anfangsstadium macht sie sich nicht oder kaum bemerkbar. Erste Anzeichen wie Atemlosigkeit bei leichten Anstrengungen oder Müdigkeit werden anderen Ursachen zugeordnet. Erst im späteren Verlauf macht sich die verringerte Sauerstoffversorgung der Lunge bemerkbar und der Betroffene verspürt die ersten Anzeichen einer Herzschwäche, genauer gesagt einer Rechtsherzschwäche. Durch den Bluthochdruck im Lungenkreislauf werden vor allem die rechte Herzkammer und der rechte Vorhof über Gebühr belastet, so dass das Herz nicht mehr die übliche Menge an Blut in die Lunge pumpen kann. 

Anfangs kann das Herz den gestörten Blutfluss durch schnelleres und kräftigeres Schlagen noch ausgleichen. Manchmal verspürt der Betroffene eine Form von Herzrhythmusstörungen wie Herzstolpern oder Herzrasen.  Sind die Ausgleichsreserven aber aufgebraucht, weil der rechte Herzmuskel durch die Überbelastung schlapp macht, kommt es zum Blutstau vor dem rechten Herzen. Dadurch lagert sich Flüssigkeit im Gewebe an und es kommt zu Schwellungen der Arme, der Knöchel und im Bauchraum. Im Oberbauch führt der Rückstau außerdem zu Schmerzen und Übelkeitsgefühl.

Nicht selten beklagen sich Patienten über blau verfärbte Lippen, Finger und Zehen und ein anhaltendes Schmerzgefühl in der Brust. Unter körperlicher Anstrengung kann es zu plötzlich eintretenden Ohnmachtsanfällen kommen. 

Was sind die Ursachen für eine pulmonale Hypertonie?

Handelt es sich um eine sekundäre pulmonale Hypertonie, können verschiedene Grunderkrankungen dafür verantwortlich sein. So können die Gefäße durch eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung verengt sein, der häufigsten Ursache einer PH. Auch eine Lungenfibrose, Lungenembolien oder Bindegewebserkrankungen können den Lungenhochdruck verursachen. Weitere Auslöser können sein:

  • Linksherzerkrankungen
  • HIV-Infektion
  • Lebererkrankungen
  • Bilharziose (eine durch Würmer hervorgerufene Krankheit, die vor allem in Südamerika für viele Fälle von Lungenhochdruck verantwortlich ist)
  • bestimmte Medikamente wie  Appetitzügler (Anorektika)
  • Drogenkonsum

Eine pulmonale Hypertonie als eigenständige Erkrankung, also die primäre PH, trifft man weltweit nur sehr selten an. Es ist allerdings wichtig, darauf hinzuweisen, dass jede Form der pulmonalen Hypertonie ein Fall für den Arzt ist, da die Beschwerden zunehmend schlimmer werden und sich die Sterberate im weiteren Verlauf in fast allen Fällen signifikant erhöht. 

Wie erhalte ich eine genaue Diagnose?

Der Gang zum Arzt ist unerlässlich. Wird eine pulmonale Hypertonie vermutet, müssen umfangreiche Untersuchungen durchgeführt werden. Im Einzelnen wird der Arzt:

  • Herz und Lunge untersuchen
  • die Funktion des rechten Herzens beurteilen
  • ein EKG durchführen
  • einen Lungenfunktionstest durchführen
  • eine Blutgasanalyse erstellen, die Auskunft über den Sauerstoff- und Kohlendioxidgehalt im Blut gibt, und
  • eine Röntgenaufnahme der Lunge und des Herzens anfertigen

Eine Ultraschalluntersuchung des Herzens erlaubt dem Arzt, die Struktur und die Funktion des rechten Herzmuskels zu beurteilen. Außerdem lässt sich so die Geschwindigkeit des Blutes messen, mit der es durch die Herzklappen fließt.

Anhand von Röntgenaufnahmen der Lunge und des Herzens kann der Arzt erkennen, ob bereits eine Vergrößerung des Herzens oder der in der Nähe liegenden Lungengefäße vorliegt.

Lässt sich die Diagnose trotz aller Maßnahmen noch nicht sicher stellen, oder ist der Schweregrad nicht zweifelsfrei erkennbar, kann der Arzt über einen so genannten Rechtsherzkatheder den Blutdruck in den Lungengefäßen und im rechten Herzen messen und so zu einem sicheren Urteil kommen.

Welche Therapieformen gibt es?

Man muss zwischen zwei Therapieformen unterscheiden, der kausalen und der symptomatischen. Die kausale Therapie bekämpft die Ursachen, die zur pulmonalen Hypertonie geführt haben, während die symptomatische Therapie lediglich die Beschwerden lindert. Oft gehen beide Therapieformen aber Hand in Hand. 

An erster Stelle einer jeden Therapie steht, die weiteren Risikofaktoren für Herz und Lunge zu minimieren. Dazu gehört vor allem der Verzicht auf das Rauchen und eine eventuelle Umstellung der Ernährung. Mit Impfungen kann man Krankheiten vorbeugen, welche die Organe zusätzlich in Mitleidenschaft ziehen könnten. 

Bei der symptomatischen Therapie, die sich also um die Linderung der Symptome und die Senkung des Lungenblutdrucks kümmert, kommen fast immer Medikamente zum Einsatz. Dazu zählen unter anderem hochdosierte Kalziumpräparate, die den Blutdruck im Lungenkreislauf senken.  Diese werden allerdings nur bei Patienten mit der seltenen idiopathischen pulmonalen Hypertonie eingesetzt, nachdem die Wirksamkeit über den Rechtsherzkatheder getestet wurde.

Deutlich häufiger hingegen kommt Sildenafil zum Einsatz. Der Wirkstoff, der als Medikament Viagra seit 20 Jahren auf dem Markt ist und zu den PDE-5-Hemmern zählt, senkt den Blutdruck in den Lungengefäßen, indem diese erweitert werden. Gleichzeitig unterdrückt Sildenafil den Abbau eines Botenstoffes im Blut, der für die Gefäßerweiterung verantwortlich ist. Die Gefäße bleiben also länger offen, was zu einem verbesserten Blutfluss und zu einer besseren Sauerstoffversorgung des Blutes führt.

Dabei kann Sildenafil bei verschiedenen Formen der pulmonalen Hypertonie eingesetzt werden und sogar Menschen helfen, bei denen die sauerstoffarme Luft im Hochgebirge dafür sorgt, dass der Lungendruck sich erhöht.