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Haarausfall – Die Ursachen und was man dagegen tun kann

Haarausfall ist für 80 Prozent aller Männer auf der Welt ein Thema und selbst die Hälfte aller Frauen wird im Laufe ihres Lebens Anzeichen eines permanenten Haarverlusts an sich feststellen. Die Gründe dafür sind vielfältig und Haarausfall ist nicht gleich Haarausfall. Dieser Artikel beschäftigt sich mit den verschiedenen Formen des krankhaften Haarausfalls, wirft einen Blick auf die verschiedenen Ursachen und versucht die Frage zu beantworten, ob man den Haarverlust eigentlich wirksam bekämpfen kann oder ob man sich einfach damit abfinden muss, dass das Gesicht mehr und mehr Platz erhält. 

Haarausfall ist nicht gleich Haarausfall

Der morgendliche Blick in die Duschwanne oder die Inspektion der Bürste nach einer ausgiebigen Haarpflege wird für viele Menschen zur täglichen Qual. Während andere im Schnitt 70 bis 100 Haare pro Tag verlieren, die durch neue ersetzt werden, müssen sie dauerthaft Abschied von ganzen Büscheln ihrer Haarpracht nehmen. Doch Haarausfall ist nicht gleich Haarausfall. So unterscheidet die Wissenschaft zwischen Effluvium und Alopezie beziehungsweise Alopecia, von der es weitere Unterformen gibt. Die Medizin spricht im Wesentlichen von:

  • Diffusem Haarausfall oder Effluvium
  • Androgenetischem Haarausfall oder androgenetische Alopezie und
  • kreisrundem Haarausfall oder Alopecia areata

Darüber hinaus gibt es weitere Formen, die beispielsweise durch radioaktive Strahlung, Infektionen oder spezielle Krankheiten ausgelöst werden. Da es sich hierbei aber um Ausnahmen handelt, konzentrieren wir uns ausschließlich auf die drei am häufigsten auftretenden Formen.

Effluvium - der diffuse Haarausfall

Per Definition handelt es sich bei Effluvium, wie der diffuse Haarausfall in Fachkreisen genannt wird, um einen nicht sichtbaren, verstärkten Ausfall der Kopfhaare, wobei mehr als die normale Anzahl von Haaren verloren geht. In der Praxis bedeutet das, dass das Haar auf dem gesamten Kopf mehr oder weniger gleichmäßig lichter wird und sich der Haarausfall nicht auf bestimmte Stellen konzentriert. Es sind vor allem Frauen, die unter dieser Form des Haarverlusts leiden. Die gute Nachricht: Es handelt sich bei Effluvium in aller Regel um ein vorrübergehendes Symptom, das auf andere Probleme im Körper hindeutet. So können Probleme mit der Schilddrüse, Schwankungen im Hormonhaushalt, Eisenmangel oder Kopfhauterkrankungen die Auslöser für den Haarausfall sein.  Sogar Geschlechtskrankheiten wie Syphilis können sich negativ auf die Motivation der Haare auswirken, auf dem Kopf zu bleiben. Ist dieses Problem erst einmal gefunden und behandelt, kommen die Haare schnell wieder. 

Androgenetischer Haarausfall – Schuld sind die Hormone

Wer unter androgenetischem Haarausfall – auch Alopecia adrogenetica oder androgenetische Alopezie, kurz AGA, genannt – leidet, für den gibt es auch eine gute Nachricht: Sie sind nicht allein und das gilt vor allem für Männer. Bei dieser Form des Haarverlusts handelt es sich um eine ganz normale Folge des Älterwerdens, von der weltweit 80 Prozent aller Männer betroffen sind. Dabei stellt die AGA keine Krankheit dar, obwohl der partielle Rückgang von Haar an bevorzugten Stellen sehr wohl zu psychischen Krankheiten führen kann, da nicht selten das Selbstwertgefühl unter der wachsenden Platte leidet.

Vielmehr sind Adrogene, also Sexualhormone, die sich unter anderem auf den Bartwuchs, die Entwicklung von Muskeln und die tiefer werdende Stimme bei Jugendlichen in der Pubertät auswirken, für den Haarausfall verantwortlich.  Bei Männern zeichnet sich die AGA am Anfang vor allem am Übergang vom Haar zur Stirn ab, bevor später auch die Scheitelregion betroffen ist.  Dieses Phänomen tritt sogar bei Jugendlichen auf und wird dann Alopecia praematura genannt. 

Doch auch Frauen bleiben vom androgenetischen Haarausfall nicht verschont, der in der Regel nach der Menopause eintritt und rund die Hälfte aller Damen betrifft. Kommt es in jüngeren Jahren bereits zu pathologisch verstärktem Haarausfall, ist dem oft eine Behandlung hormonabhängiger Tumore vorangegangen, beispielsweise bei Brustkrebs. Bei Frauen beginnt die Lichtung des Haars nicht wie bei den Männern im Stirn- und Scheitelbereich, sondern im Bereich des Mittelscheitels. 

Kreisrunder Haarausfall – wenn der Körper sich selbst bekämpft

Kreisrunder Haarausfall oder Alopecia Areata tritt plötzlich auf. Kennzeichen sind runde bis ovale Löcher in Regionen, die zuvor noch mit Haar bewachsen waren. Die Größe dieser Löcher variiert stark. Während einige nur an winzigen Stellen Haare verlieren, müssen andere den Verlust großer Teile ihres Haupthaars oder der Körperbehaarung hinnehmen.

Bei der Alopecia Areata handelt es sich um eine sogenannte Autoimmunkrankheit, also um eine gestörte Toleranz des Immunsystems gegenüber dem eigenen Körper. Das bedeutet, dass das Immunsystem nicht nur Eindringlinge wie Bakterien und Viren in die Mangel nimmt, sondern auch körpereigenes Gewebe, Zellen oder Organe. Im Fall des kreisrunden Haarausfalls sind die Haarfolikel unter Beschuss des eigenen Immunsystems geraten, wobei sich das auf jegliche Follikel auswirken und beispielsweise Augenbrauen oder Schambehaarung einbeziehen kann. 

Nach heutigem Stand der Wissenschaft sind psychische Ursachen für die Alopecia Areata genauso ausgeschlossen wie beispielsweise Schwankungen im Hormonhaushalt oder die Aufnahme bestimmter Giftstoffe in den Körper. Anders als beim diffusen Haarausfall erübrigt sich also die Forschung nach auslösenden Faktoren. 

Zwar kommen in vielen Fällen die Haare innerhalb eines Jahres spontan zurück, dabei kann es aber sein, dass sie keinerlei Pigmentierung aufweisen und daher komplett farblos sind. Außerdem muss etwa die Hälfte aller Betroffenen damit leben, dass sich zu einem späteren Zeitpunkt in ihrem Leben erneut Symptome einstellen, da die Krankheit in Schüben verläuft.

Haarausfall – was wirkt wirklich dagegen?

Bevor wir uns anschauen, welche wenigen Möglichkeiten es gibt, zumindest zu versuchen, dem Haarausfall Einhalt zu gebieten, können wir zunächst aber all die Mittelchen abhaken, für deren Wirksamkeit es keinerlei wissenschaftlichen Beweise gibt und die vor allem den Herstellern nutzen. Dazu zählen sämtliche Öle, Wässerchen und Shampoos, so reich sie auch an Vitaminen und sonstigen Werbeversprechen sein mögen. Auf das Wachstum der Haare haben sie definitiv keinen Einfluss.

Im Fall der androgenetischen Alopezie kann mit Medikamenten wie Propecia und dem Wirkstoff Finasterid versucht werden, die Umwandlung von Testosteron in das Superhormon Dihydrotestosteron zu hemmen. Propecia, das vor allem zur Behandlung einer vergrößerten Prostata eingesetzt wird, ist in Deutschland zur Behandlung des androgenen Haarausfalls bei Männern und Frauen zugelassen. Kritiker warnen jedoch, dass die teils schweren Nebenwirkungen, die sich unter anderem auf die Potenz und die Libido auswirken können, oft noch lange nach dem Absetzen des Medikaments auftreten. Die Einnahme ist also in jedem Fall mit einem Arzt abzuklären, der das rezeptpflichtige Medikament dann verschreiben muss. Zahlen muss der Kunde selber, da die gesetzlichen Krankenkassen die Kostenübernahme für sogenannte Lifestyle-Pillen, bei denen die Erhöhung der Lebensqualität im Vordergrund steht, ablehnen.

Wem die medikamentöse Therapie zu riskant ist, dem stehen operative Alternativen in Form von Haartransplantationen zur Verfügung. Dabei werden Haare mitsamt Follikel und der Haut an anderen Körperstellen ausgestanzt und in die betroffenen Stellen eingepflanzt.