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Potenzmittel gegen Bluthochdruck – geht das?

Potenzmittel zur Behandlung von Bluthochdruck – obwohl mehrfach wissenschaftlich widerlegt, hält sich dieses Gerücht hartnäckig. Zwar senken PDE-5-Hemmer wie Viagra, Cialis oder Levitra den Blutdruck geringfügig, allerdings eignen sie sich in keinster Weise zur Behandlung von Bluthochdruck oder zur Einstellung des Blutdrucks – mit einer Ausnahme.

Viagra – ein Zufallsprodukt, das Geschichte machte

Conrad Röntgen hatte keine Ahnung, was er sah, als er zum ersten Mal eine merkwürdige Strahlung bemerkte, Alexander Fleming entdeckte das Penicillin durch eine simple Vergesslichkeit und auch bei der Entdeckung von Viagra, Cialis, Levitra und allen anderen modernen Potenzmitteln hatte Kommissar Zufall mehr als nur eine Hand im Spiel. 

Bereits in den 1980er Jahren hatte der amerikanische Pharma-Riese Pfizer damit begonnen, den in Viagra enthaltenen Wirkstoff Sildenafil zu erforschen, allerdings mit einem ganz anderen Ziel. Die Wissenschaftler erhofften sich, mit dem Wirkstoff Erkrankungen der Herzkranzgefäße behandeln und den Blutdruck senken zu können. Im Jahr 1992 wurden die Pillen zum ersten Mal an Patienten getestet – und versagten auf ganzer Linie. Die erhoffte Wirkung auf die Herzkranzgefäße und den Blutdruck blieb aus und die überzähligen Pillen gingen zurück zum Hersteller, zumindest die der weiblichen Probanden. Die Männer hingegen wollten die Tabletten partout nicht aufgeben.

Zur selben Zeit griff ein unbekannter Arzt in der englischen Provinz zum Telefonhörer und unterrichtete das Unternehmen Pfizer darüber, dass die Pillen hinsichtlich der Herzerkrankungen ein Flopp gewesen seien, er aber eine andere Beobachtung gemacht habe. Überdurchschnittlich viele männliche Patienten hätten von starken und lang anhaltenden Erektionen als Nebenwirkung der Tabletteneinnahme berichtet. Nach diesem Anruf dauerte es nur noch wenige Wochen, bis Pfizer die Substanz UK-92480 für klinische Studien angemeldet hatte – nicht jedoch zur Behandlung von Bluthochdruck, sondern als Potenzmittel.

Cialis und Levitra – ebenbürtige Konkurrenten

Seitdem hat die blaue Pille eine Karriere hingelegt, wie sie die Pharmaindustrie nur wenige Male in der Geschichte der Menschheit erlebt hat. Mehr als 50 Millionen Menschen auf der Welt vertrauen Viagra mehr oder weniger regelmäßig, jedes Jahr werden Milliarden an Euro erwirtschaftet und längst ist Viagra nicht mehr der einzige Fisch im Aquarium. Mit Cialis von Eli Lilly und Levitra vom deutschen Bayer-Konzern hat der Klassiker zwei ebenbürtige Konkurrenten gefunden.

Sie alle haben vor allem zwei Dinge gemeinsam: All diese Medikamente haben eine sensationelle Wirkung auf die Potenz, während sie sich völlig unwirksam in der Kontrolle des Blutdrucks erwiesen haben – mit einer kleinen Ausnahme. Die Wirkstoffe Sildenafil (Viagra) und Tadalafil (Cialis) können nicht nur den Penis hart werden lassen, sondern auch den Blutdruck in den Lungengefäßen senken und zur Behandlung von pulmonaler Hypertonie (Lungenhochdruck) eingesetzt werden.

Lunge oder Penis – biochemisch kein großer Unterschied

Der Grund für diese Doppelwirkung findet sich in der biochemischen Verwandtschaft zwischen der Lunge und dem Penis. Es sind mit ganz wenigen Ausnahmen die einzigen Organe, in denen man auf das Enzym Phosphodiesterase 5 trifft. Dieses Enzym filtert einen Botenstoff aus dem Blut, was im Penis dazu führt, dass sich die Erektion verabschiedet. In der Lunge werden dadurch die Gefäße verengt, was zu einer Steigerung des Drucks führt. 

Sildenafil und Tadalafil hemmen das Enzym PDE-5 in seiner Wirksamkeit, indem sie winzige Öffnungen auf der Oberfläche des Enzyms blockieren, über die normalerweise der Botenstoff aus dem Blut gefiltert wird, der für eine Erweiterung der Blutgefäße sorgt. Dadurch steht der Botenstoff länger im Blut zur Verfügung, was sich positiv sowohl auf die Erektionsfähigkeit als auch auf den Lungendruck auswirkt.

Viagra wirk mehr als potenzsteigernd

Wissenschaftler gehen heute davon aus, dass Viagra noch viel mehr kann und erforschen derzeit die Auswirkungen von PDE-5-Hemmern auf das menschliche Gehirn. Sie vermuten, dass Sildenafil dem Menschen dabei helfen kann, seine Geisteskraft zu behalten und als so etwas wie eine Gedächtnismedizin eingesetzt werden könnte. Außerdem legen Beobachtungen nahe, dass Viagra unfruchtbaren Frauen doch noch zum Kinderwunsch verhelfen könnte. Und schon im Jahr 1998 haben Pflanzenphysiologen der israelischen Bar-Ilan-Universität herausgefunden, dass ein halbes Milligramm des Viagra-Wirkstoffs ausreicht, um Schnittblumen eine Woche länger strahlend frisch ausehen zu lassen.

Fazit

Viagra und auch Cialis scheinen sich zu so etwas wie einem Pharma-Chamäleon zu entwickeln. Ähnlich wie bei Aspirin scheint es zahlreiche Anwendungsgebiete zu geben, in denen moderne Potenzmittel Erfolg versprechend eingesetzt werden können. Ganz sicher aber ist, dass sich weder Viagra, noch Cialis oder Levitra in irgendeiner Weise zur Kontrolle des Blutdrucks oder zur Behandlung von Bluthochdruck eignen. Die Wirkung der PDE-5-Hemmer ist so selektiv auf den Penis und die Lunge ausgerichtet, dass sie im restlichen Körper kaum Auswirkungen hat. Die beste Nachricht zum Schluss: Ein zu hoher oder zu niedriger Blutdruck sind kein Grund, auf die Einnahme von Viagra, Cialis oder Levitra zu verzichten. Sprechen Sie einfach mit Ihrem Arzt.