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SOAP-Schema - Selbstmedikation kann Risiken und Nebenwirkungen haben

SOAP-Schema |Selbstmedikation kann Risiken und Nebenwirkungen haben

 

Die Selbstmedikation ist für die meisten Menschen schon so normal, dass sie nicht einmal mehr darüber nachdenken. Schnupfen? Husten? Heiserkeit? Das ist für viele von uns noch lange kein Grund, sofort zum Arzt zu rennen. Vielmehr begeben wir uns in die Apotheke an der Ecke oder in eine Online-Apotheke und kaufen, was der Markt so hergibt – und das ist eine Menge. Dass die Selbstmedikation mit rezeptfreien Medikamenten wie z.B. Potenzmittel durchaus ernsthafte Risiken birgt, davon haben nur die wenigsten eine Ahnung. 

Schmerzstiller vor Hustentropfen und Nasenspray

Experten schätzen, dass rund ein Viertel der Deutschen die Abkürzung direkt in die Apotheke oder Online-Apotheke wählt und nicht den Umweg über einen Arzt auf sich nimmt. Der Griff in den heimischen Medizinschrank ist also eher die Regel und lange keine Ausnahme mehr. Schätzungen gehen davon aus, dass jeder Deutsche statistisch gesehen rund 50 Euro pro Jahr für Medikamene ausgibt, für die es weder eine ärztliche Verordnung, noch eine Empfehlung gibt.  Den Spitzenreiter bilden dabei die Schmerzstiller gefolgt von Hustentropfen und Nasensprays. Fachleute sehen diesen Trend mit Besorgnis und weisen auf die häufig fehlende Beratung hin, was vor allem bei Bestellungen in Online-Apotheken zum Tragen kommen. 

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6,5% aller Patienten werden zu Fällen für da SOAP-Schema

Die nackten Zahlen geben den Kritikern der Selbstmedikation recht: 6,5% aller Patienten in den Notaufnahmen deutscher Krankenhäuser befinden sich dort aufgrund unerwünschter Nebenwirkungen von Medikamenten. Dort müssen Ärzte dann versuchen, Schlimmeres zu verhindern und verfahren dabei meistens nach dem sogenannten SOAP-Schema, wobei SOAP die Abkürzung für Subjectice Objective Assassment Plan ist. Dazu werden zunächst die subjektiven Patientenangaben gesammelt (S), bevor man objektive Messdaten, Laborergebnisse oder eine Anamnese hinzufügt (O). Erst dann ist eine Analyse (A) des Ist-Zustandes möglich, anhand derer dann ein Plan (P) entworfen werden kann.  Die Idee des SOAP-Schemas als Grundlage der Strukturierung eines Anamnesebogens oder einer Krankenakte stammt vom amerikanischen Arzt und Informatiker Lawrence L. Weed und ist heute in Deutschland fester Bestandteil der klinischen Pharmazie, die mittlerweile ein weiteres Prüfungsfach für das zweite Staatsexamen im Pharmaziestudium ist. 

Rezeptfrei heißt nicht risikolos

Fachleute schätzen, dass mindestens 15% der rezeptfrei erworbenen Arzneimittel missbräuchlich verwendet werden. Dabei stellt vor allem die unkontrollierte und oftmals ausufernde Einnahme von Schmerzmitteln langfristig ein nicht zu unterschätzendes Risiko dar. So haben sich mehr als 5% der deutschen Dialysepatienten mit Schmerzmitteln die Nieren zerstört, Ibuprofen kann die Fruchtbarkeit beeinflussen und eine Überdosis Paracetamol kann sogar zum Tod führen. Der Wirkstoff ASS ist dafür bekannt, bei übermäßiger Dosierung zu Magengeschwüren und Asthmaanfällen zu führen. 

Studien haben gezeigt, dass Menschen, die eher auf die Selbstmedikation als auf ärztlichen Rat vertrauen, dazu neigen, Medikamente zu häufig und in zu hohen Dosierungen zu schlucken. So gehen Fachleute beispielsweise davon aus, dass rund eine Million Deutsche abhängig von Nasenspray oder Nasentropfen sind, wobei die Dunkelziffer vermutlich noch viel höher liegt. Diese Menschen haben sich in einen Teufelskreis begeben, da die übermäßige Verwendung von Nasentropfen die Nasenschleimhaut an- und nicht abschwellen lässt, was die Nasenatmung natürlich behindert, weswegen dann noch mehr Tropfen oder Spray verwendet wird. 

Sogar rein pflanzliche Präparate können sich als schädlich erweisen. Wer glaubt, dass Natur automatisch gut und frei von Risiken sei, der irrt. So können die beliebten Geranienprodukte, die fleißig in den Medien beworben und bei leichten Erkältungsbeschwerden eingesetzt werden, ernste Leberschäden hervorrufen. Wer Medikamente zur Blutverdünnung nimmt und zusätzlich Präparate auf Ginkobasis verwendet, setzt den Gerinnungsfaktor des Blutes derart herab, dass schon die kleinste Verletzung zu einer ernsten Angelegenheit werden kann.  Und wer auf die Anti-Baby-Pille zur Familienplanung vertraut, der sollte die Finger vom beliebten Johanniskraut lassen, das oft als Stimmungsaufheller eingesetzt wird. Das Kraut kann nämlich die Wirkung der Pille derart mindern, dass die Verhütung nicht mehr gewährleistet ist. 

Tipps zur verantwortungsvollen Selbstmedikation

Hat man sich trotz aller Warnungen dazu entschieden, ein medizinisches Problem selbst anzugehen und auf den Rat eines Arztes zu verzichten, gibt es einige Dinge, die man beachten kann, um die Selbstmedikation so risikofrei wie möglich zu gestalten:

  • Behandeln Sie lediglich Beschwerden, wenn Sie sich der Ursachen absolut sicher sind. Wenn Sie nach einem reichhaltigen Essen beispielsweise Verdauungsschwierigkeiten haben oder Ihnen wegen einer Erkältung der Kopf brummt, steht einer Selbstmedikation nichts im Wege. Treten die Kopfschmerzen aber beispielsweise täglich und wie aus heiterem Himmel auf oder kommt es bei Ihnen regelmäßig zu Verdauungsproblemen, obwohl Sie sich ausgewogen und gesund ernähren, muss auf jeden Fall ein Arzt hinzugezogen werden, da die Ursachen für die Beschwerden ausgemacht werden müssen.
  • Wenn Sie unter extremen Beschwerden leiden und möglicherweise noch Begleiterscheinungen festgestellt haben, die normalerweise nicht auftreten, gehen Sie bitte zum Arzt.
  • Wenn es geht, sollten Sie lediglich ein einziges Medikament gegen die Beschwerden einnehmen. Kombinationen mit anderen Präparaten können zu teilweise lebensgefährlichen Wechselwirkungen führen. Der Apotheker berät in solchen Fällen gerne und kostenlos.
  • Vor der Einnahme gilt: Beipackzettel lesen. Dort steht genau drin, wie das Medikament einzunehmen ist, wie hoch die empfohlene Dosierung ist und in welchen Fällen das Medikament nicht eingenommen werden darf.
  • Haltbarkeitsdatum beachten! Medikamente, deren Verfallsdatum abgelaufen ist, dürfen nicht mehr eingenommen und müssen in einer Apotheke fachgerecht entsorgt werden. Gleiches gilt für Restbestände von verschreibungspflichtigen Medikamenten und hier ganz besonders Antibiotika. Weg damit!

Fazit

Richtig angewendet ist die Selbstmedikation in bestimmten Situationen sinnvoll und birgt diverse Vorteile. Für den Patienten bedeutet diese Form der Therapie einen enormen Zeitvorteil, da er sich den Gang zum Arzt und die damit verbundene Wartezeit erspart. Für die gesetzlichen Krankenkassen und damit für den Beitragszahler bedeutet der wachsende Trend zur Selbstmedikation eine enorme Entlastung des Haushalts, was sich am Ende des Tages positiv auf die Höhe der Beitragszahlung auswirkt. 

Informieren sich Patienten aber vor der Selbstmedikation nicht richtig oder halten sich nicht an die Anweisungen auf dem Beipackzettel, dann kann die Mission schnell zu einem Fiasko werden, das in einigen Fällen sogar im Krankenhaus endet.

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